Das Kreativitätskonzept

Kindertagesstätten und Grundschulen sind Einrichtungen zur Entwicklung und Förderung der Kreativität durch die Entwicklung der persönlichen Begabungen, der Intelligenz und der sozialen Kompetenzen eines jeden Kindes.

Ausgangspunkt ist dabei das Verständnis, dass jedes Kind begabt ist.

Diese Begabungen zu entwickeln, das Entwickelte zu erkennen und das Erkannte weiter zu fördern stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Mit Hilfe von Kreativitätsbereichen wird nicht nur die logisch-denkende linke Gehirnhälfte angeregt, sondern auch die für musische und sprachliche Kompetenzen verantwortliche rechte Gehirnhälfte.

Durch das Erlernen und Ausprobieren von unkonventionellen Ansätzen und „Andersdenken“ werden den Kindern neue Lösungswege aufgezeigt. Diese nutzen die Kinder, um sich in einer ständig wandelnden Welt zurecht zu finden und diese Welt aktiv mitzugestalten.

Die Kreativitätsbereiche sind:

Musikalisches Gestalten

Rhythmik

Tanz/ Bewegung

Körpergefühl

Sprachliches Gestalten

aktiver Umgang mit Sprache und Literatur bis hin zum kreativen Schreiben

Darstellendes Spiel

Theaterspiel, Rollenspiel, Körpersprache

Digitale Medien

Nutzen des Computers zum Knobeln und Gestalten

Entdecken, Erforschen, Erfinden

praktische Experimente und Versuche

Strategisches Spiel/ Schach

Erlernen von Schach und anderen Strategiespielen, die das vorausschauende Denken fördern

Bildkünstlerisches Gestalten

Herstellen von Zeichnungen, Bildern und Skulpturen

Fremdsprachen

Englisch, Französisch und Arabisch oder Chinesisch

Entwicklung der Begabung

Ausgangspunkt für das Kreativitätskonzept waren wissenschaftliche Studien unter besonders begabten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und die Erkenntnis, dass entscheidende Weichen für eine hohe Begabung mit außergewöhnlichen kreativen Leistungen bereits im Vorschulalter und frühem Schulalter gelegt werden.

Die meisten der später hochkreativen Erfinder, Wissenschaftler, Nobelpreisträger und Künstler erhielten in ihrer frühen Kindheit eine breite oder sehr intensive frühe Anregung auf unterschiedlichen und dabei häufig auf künstlerischen Gebieten. Diese Grundlagen wurden durch mehr als 10 Jahren Praxiserfahrung durch die bip Bildung und innovative Pädagogik weiterentwickelt.

Sensible Lernzeiten

Die sensible Lernzeit liegt in den ersten 10 bis maximal 12 Lebensjahren. Schon vor der Geburt beginnt die Vernetzung unserer Gehirnzellen. Ein komplexes Netzwerk mit bis zu 100 Billionen Synapsen entsteht. Fortwährend wird durch geistige Tätigkeit die Kommunikation der Hirnzellen perfektioniert.

So entstehen durch Sinnesreize unsere Sprache, unsere Emotionen, unser musisch-ästhetisches Empfinden, unser mathematisch-logisches Denken und die Koordination unserer Bewegungen.

Das Konzept der Begabungsentwicklung durch Kreativitätsförderung bemüht sich dies zu berücksichtigen durch:

  • die konsequente Nutzung der sensiblen Phasen im Kleinkind-, Vorschul- und Grundschulalter, die bewusste Entwicklung der Funktionen der rechten und der linken Hirnhemisphären durch abstrakt-logisch und konkret-anschauliches Denken, sowie der Einheit zwischen dem rationalen und dem emotionalen Denken
  • die Förderung der Ausprägung aller Sinne und der Phantasie
  • das Stimulieren der Kinder zum Tätigwerden, also zu angestrengter, lustbetonter, konzentrierter Tätigkeit